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Das Künstlerhaus ist ein Ausstellungshaus für bildende Kunst in Graz. Es ist der zeitgenössischen Kunst gewidmet. Als erster Kulturbau Österreichs ist das Künstlerhaus 1951 durch Leo Scheu richtiggehend aus dem Schutt des Krieges erbaut worden. Ähnlich der Documenta (Kassel) ist das Künstlerhaus der Anbindung an die Moderne verpflichtet, in diesem Zusammenhang waren hier immer wieder wesentliche Ausstellungen zu sehen, etwa „ambiente/environment“ im Rahmen der Dreiländerbiennale „Trigon“, 1967. Das 2013 nach einer umfangreichen Generalsanierung wieder eröffnete und neu positionierte Künstlerhaus zeigt zeitgenössische Kunst aktueller internationaler Strömungen unter Einbindung steirischer Künstler. Bereits 1909 stimmte der Gemeinderat von Graz für das später vor dem Burgtor genützte Grundstück, 1910 jedoch schritten 1327 angesehene Bürger, inoffiziell angeregt von einem Ausschußmitglied des Stadtverschönerungsvereins, im Wege einer Bittschrift gegen diese Entscheidung ein, und es entwickelte sich umgehend eine tiefgreifende Diskussion um alternative Standorte. Das Künstlerhaus wurde allerdings erst 1951 an der Adresse Burgring 2 errichtet und am 20. Juni 1952 (mit dem großen Saal, der angeschlossenen Apsis und dem abgesetzten Grafikraum) mit einer Ausstellung steirischer Künstler eröffnet. Erbaut wurde das Künstlerhaus Graz nach dem Entwurf des Architekten Robert Haueisen vom Grazer Stadtbauamt unter Beratung von Leo Scheu. Die Dreiländerbiennale trigon 1967 fand unter dem Titel ambiente/environment statt. Die Ausstellungsgestaltung hatten Günther Domenig und Eilfried Huth über. Bis 1992 fanden hier die von der Neuen Galerie Graz ausgerichteten Dreiländerbiennalen trigon, darunter Audiovisuelle Botschaften (1973)und weitere thematische Ausstellungen statt. Von 2003 bis 2012 war das Künstlerhaus eine Abteilung des Universalmuseums Joanneum unter künstlerischer Leitung von Werner Fenz, die sich mit den dem Haus zugehörigen Künstlervereinigungen - Berufsvereinigung bildender Künstler Steiermark, Sezession Graz, Steiermärkischer Kunstverein - Werkbund, Vereinigung bildender Künstler Steiermark und Künstlerbund - die Ausstellungstermine teilt. Das Künstlerhaus ist somit in sämtlichen Belangen, sowohl organisatorisch als auch wirtschaftlich, unabhängig, und keinem Aufsichtsrat unterstellt.